Grüner Wasserstoff – made in Rhein-Berg

10.09.2021
Pressemitteilung

Umstellung auf Erneuerbare Energien geschieht nur vor Ort

Seit 2011 die Entscheidung fiel, den öffentlichen Nahverkehr im Kreisgebiet in Richtung Null-Emission zu entwickeln, ist der Rheinisch-Bergische Kreis beim Thema „Wasserstoff“ Vorreiter.
Bundestagsabgeordneter Dr. Hermann-Josef Tebroke und Landtagsabgeordneter Rainer Deppe sind begeistert, wie seitdem Bund, Land und Kreis zusammenarbeiten.

Jetzt stößt der Kreis mit seinem kommunalen Busunternehmen in eine neue Dimension vor. Am geplanten grünen Betriebshof in Bergisch Gladbach-Moitzfeld werden zukünftig nicht nur Wasserstoffbusse gewartet, sondern es wird auch Wasserstoff produziert. Die RVK plant dort die Errichtung eines 1,5 MW starken Elektrolyseurs. Mit vor Ort auf den Werkstatthallen gewonnenem Solarstrom wird an gleicher Stelle Wasserstoff hergestellt, der dann direkt in die Busse getankt wird. Einen noch direkteren Weg zwischen Herstellung und Verwendung gibt es nicht. Das spart Transportwege und natürlich auch erhebliche Kosten. Wenn nicht genügend Solarstrom erzeugt wird, wird die RVK Ökostrom mit festen Verträgen aus dem Netz beziehen.

Dr. Hermann-Josef Tebroke ist sehr zufrieden: „Schon in meiner Zeit als Landrat wurde das Thema „Wasserstoff“ im Kreis diskutiert und ist für uns alle von großer Bedeutung. Unbeirrt sind wir den Weg gegangen – von den Anfängen mit den ersten Wasserstoffbussen, über den regulären Linienbusbetrieb, die erste Wasserstofftankstelle und jetzt zur eigenen Wasserstofferzeugung. Im Deutschen Bundestag arbeitet die Unionsfraktion parallel daran, Wasserstoff gerade dort einzusetzen, wo viel Energie benötigt wird. Das betrifft vor allem die energieintensive Industrie und den Verkehrssektor.“

„Das Beispiel RVK und Rheinisch-Bergischer Kreis zeigt, dass wir schon mittendrin sind in der Weiterentwicklung der Energieversorgung zur Klimaneutralität,“ ist Rainer Deppe überzeugt. „Um das zu erreichen, braucht es nicht nur Fördermittel von Bund und Land, sondern vor allem Ideen und Mut. Beides haben wir in unserem Kreis. Deshalb ist es gut, dass wir seit mehr als 10 Jahren beim Wasserstoff hier richtig vorangehen. Mit dem Regionale 2025 - Projekt ‚Grüner Betriebshof‘ stoßen wir im Rheinisch-Bergischen Kreis jetzt in die nächste Dimension vor und beginnen, den benötigten Wasserstoff selbst zu erzeugen.“